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Plattformregeln und Verhaltenskodex

Stand: 23. September 2026

Diese Regeln konkretisieren die AGB für alle Nutzer von OnlineWebProjekte. Sie schützen einen fairen, transparenten und sicheren Austausch über digitale Projekte. Gesetzliche Pflichten und individuelle Verträge bleiben unberührt.

1. Grundregeln

2. Regeln für Verkäufer und Projektanbieter

Anbieter müssen Projekte zutreffend beschreiben und wesentliche Angaben aktuell halten. Umsatz, Gewinn, Traffic, Nutzerzahlen, Conversion, Verträge, Eigentumsrechte, technische Abhängigkeiten und sonstige Kennzahlen dürfen nicht erfunden, manipuliert oder ohne ausreichende Grundlage dargestellt werden. Schätzungen und Prognosen sind deutlich als solche zu kennzeichnen und müssen ihre Annahmen erkennen lassen.

Ein Projekt darf nur angeboten werden, wenn der Anbieter zur Veräußerung, Lizenzierung oder Vermittlung berechtigt ist. Rechtsstreitigkeiten, Belastungen, fremde Zustimmungserfordernisse, Plattformabhängigkeiten und bekannte erhebliche Sicherheits- oder Datenschutzprobleme sind offenzulegen, soweit sie für Interessenten wesentlich sind und die Offenlegung rechtmäßig ist.

Verkaufte, pausierte oder nicht mehr verfügbare Projekte sind unverzüglich entsprechend zu kennzeichnen. Prüfzeichen, Siegel, Referenzen oder Marken dürfen nur verwendet werden, wenn sie tatsächlich verliehen oder genehmigt wurden.

3. Regeln für Käufer und Interessenten

Interessenten stellen Anfragen nur bei ernsthaftem Interesse und verwenden freigegebene Informationen ausschließlich für die Prüfung der vorgesehenen Transaktion. Unaufgeforderte Massenanfragen, Datensammlung für fremde Zwecke, Abwerbung von Mitarbeitern oder Kunden ohne Rechtsgrundlage sowie die Weitergabe von Datenraum-Inhalten sind untersagt.

Kaufinteressenten prüfen Projekte eigenverantwortlich. Eine Plattformkennzeichnung ersetzt keine Due Diligence. Vertrauliche Schwachstellen oder personenbezogene Daten, die während einer Prüfung sichtbar werden, dürfen nicht ausgenutzt oder weiterverbreitet werden.

4. Vertraulichkeit und Datenräume

5. Unzulässige Inhalte und Aktivitäten

Unzulässig sind insbesondere:

6. Künstliche Intelligenz und automatisierte Inhalte

KI-Werkzeuge dürfen zur Unterstützung eingesetzt werden, wenn die verantwortliche Person das Ergebnis vor Veröffentlichung prüft. Erfundene Tatsachen, künstlich erzeugte Nachweise, täuschend echte Identitäten oder ungeprüfte automatisierte Bewertungen sind unzulässig. Wesentliche KI-generierte Inhalte sind kenntlich zu machen, wenn ihre Herkunft für die Bewertung des Projekts relevant ist. Automatisierte Zugriffe müssen die technischen Vorgaben und Nutzungsgrenzen der Plattform beachten.

7. Bewertungen, Referenzen und Prüfkennzeichnungen

Bewertungen und Referenzen müssen auf einer echten, nachvollziehbaren Erfahrung beruhen. Gegenleistung, persönliche Nähe oder wirtschaftliches Interesse sind offenzulegen. Nutzer dürfen andere nicht zur Abgabe einer bestimmten Bewertung drängen.

Eine Kennzeichnung durch OnlineWebProjekte beschreibt nur den veröffentlichten Prüfungsumfang. Nutzer dürfen diese Kennzeichnung weder verändern noch außerhalb des freigegebenen Zusammenhangs verwenden. Wir können eine Kennzeichnung widerrufen, wenn Angaben veraltet, unrichtig oder nicht mehr überprüfbar sind.

8. Kommerzielle Kommunikation und Hervorhebungen

Bezahlte Hervorhebungen, Werbung und sonstige kommerzielle Kommunikation müssen klar erkennbar sein. Der werbende Nutzer ist zu benennen. Nutzer dürfen kommerzielle Inhalte nicht als neutrale Empfehlung oder unabhängige Prüfung darstellen.

9. Meldung mutmaßlich rechtswidriger Inhalte

Jede Person kann einen konkreten Inhalt elektronisch an info@esavest.de melden. Eine Meldung sollte enthalten:

  1. eine nachvollziehbare Begründung, warum der Inhalt rechtswidrig sein soll;
  2. die genaue URL oder andere eindeutige Fundstelle und erforderlichenfalls weitere Angaben zur Identifizierung;
  3. Name und E-Mail-Adresse der meldenden Person, soweit keine gesetzliche Ausnahme gilt;
  4. eine Erklärung, dass die Angaben nach bestem Wissen richtig und vollständig sind.

Wir bestätigen den Eingang einer hinreichend bestimmten Meldung elektronisch und informieren nach der Entscheidung grundsätzlich über das Ergebnis und mögliche Rechtsbehelfe. Meldungen werden zeitnah, sorgfältig, objektiv und nicht willkürlich bearbeitet. Der Eingang einer Meldung führt nicht automatisch zur Entfernung; maßgeblich sind Inhalt, Begründung und geltendes Recht.

10. Moderation und Maßnahmen

Wir können rechtswidrige oder regelwidrige Inhalte prüfen, zusätzliche Nachweise anfordern, Sichtbarkeit beschränken, Inhalte entfernen, Funktionen sperren, Prüfkennzeichnungen entziehen oder Konten zeitweise beziehungsweise dauerhaft ausschließen. Bei der Auswahl der Maßnahme berücksichtigen wir Art, Schwere, Häufigkeit, Reichweite, Auswirkungen und Verschulden.

Betroffene Nutzer erhalten grundsätzlich eine konkrete Begründung. Sie enthält nach Möglichkeit die beanstandete Information, die Maßnahme, Dauer und territoriale Reichweite, die rechtliche oder vertragliche Grundlage, den Einsatz automatisierter Mittel und vorhandene Beschwerdemöglichkeiten. Eine Information kann entfallen oder eingeschränkt werden, wenn zwingendes Recht, eine behördliche Anordnung, laufende Ermittlungen oder der Schutz anderer Personen dies erfordern.

Entscheidungen mit erheblicher Auswirkung werden nicht allein automatisiert getroffen. Dringende vorläufige Maßnahmen bleiben möglich, wenn andernfalls konkrete Schäden drohen.

11. Interne Beschwerde

Betroffene Nutzer und meldende Personen können eine Moderationsentscheidung kostenlos per E-Mail an info@esavest.de anfechten. Die Beschwerde sollte die Entscheidung bezeichnen und erläutern, weshalb sie geändert werden soll. Eine dafür qualifizierte Person prüft die Entscheidung erneut. Wir informieren ohne unangemessene Verzögerung über das begründete Ergebnis und verfügbare weitere Rechtsbehelfe.

12. Wiederholter Missbrauch

Wer wiederholt offensichtlich rechtswidrige Inhalte einstellt, kann nach vorheriger Warnung für einen angemessenen Zeitraum von einzelnen Funktionen oder der gesamten Plattform ausgeschlossen werden. Entsprechendes gilt für Personen, die wiederholt offensichtlich unbegründete Meldungen oder Beschwerden einreichen. Bei der Entscheidung berücksichtigen wir Anzahl, Verhältnis zu allen Beiträgen oder Meldungen, Schwere, Folgen und erkennbare Absicht.

13. Sicherheit und Schwachstellen

Sicherheitslücken, verdächtige Nachrichten oder kompromittierte Konten sind vertraulich an info@esavest.de zu melden. Sicherheitsforschung darf keine fremden Daten abrufen, Systeme beeinträchtigen oder Schutzmaßnahmen überschreiten. Öffentliches Ausnutzen oder Veröffentlichen einer Schwachstelle vor angemessener Behebung ist untersagt.

14. Fairness bei Transaktionen

Verhandlungspartner kommunizieren wesentliche Änderungen offen und geben keine falschen Zusagen zu Finanzierung, Kaufpreis, Exklusivität oder Abschlussbereitschaft. Individuelle Vermittlungs-, Vertraulichkeits- und Exklusivitätsvereinbarungen sind einzuhalten. OnlineWebProjekte darf verdächtige Transaktionen pausieren und zusätzliche Nachweise verlangen, übernimmt aber keine Garantie für Bonität oder Vertragserfüllung.

15. Schutz von Verbrauchern und Minderjährigen

Konten und Transaktionen sind volljährigen Personen vorbehalten. Angebote an Verbraucher müssen Preise, wesentliche Eigenschaften, Anbieterstatus und gesetzliche Rechte klar darstellen. Dark Patterns, vorangekreuzte kostenpflichtige Zusatzleistungen, künstliche Verknappung und verschleierte Werbung sind untersagt.

16. Zusammenarbeit mit Behörden und Rechteinhabern

Wir bearbeiten rechtmäßige Auskunfts-, Sicherungs- und Entfernungsanordnungen zuständiger Stellen. Daten werden nur im gesetzlich zulässigen Umfang herausgegeben. Rechteinhaber sollen den betroffenen Inhalt und das geltend gemachte Recht möglichst genau bezeichnen.

17. Änderungen und Auslegung

Diese Regeln werden verständlich und leicht zugänglich bereitgestellt. Wesentliche Änderungen werden rechtzeitig angekündigt, soweit keine dringende Sicherheits- oder Rechtspflicht sofortiges Handeln verlangt. Bei Widersprüchen gehen zwingendes Recht, individuelle Vereinbarungen und anschließend die AGB vor.