Micro-SaaS – Kauf-Checkliste
Eine strukturierte Checkliste von Erstscreening und Kennzahlen bis Datenraum, Vertrag und Übergabe. Dieser Leitfaden ordnet die wichtigsten Punkte speziell für Micro-SaaS ein.
Vom Erstscreening zur belastbaren Kaufentscheidung.
Eine Kaufcheckliste für Micro-SaaS sollte zuerst unpassende Deals schnell aussortieren und erst danach tiefe Prüfungskosten auslösen.
Fit prüfen
Budget, gewünschter Betreiberaufwand, Branche, Risikoprofil und Finanzierungsrahmen vor dem Datenraum abgleichen.
Kernzahlen plausibilisieren
Umsatz, Gewinn, Wachstum und MRR, Nutzerzahl, Churn, Supportaufwand, Marge und Automatisierungsgrad mit Zeitraum und Quelle definieren.
Red Flags priorisieren
Besonders starke Gründerabhängigkeit, einzelne Integrationen, kleine Kundenzahl und technische Single Points of Failure früh prüfen, bevor Zeit in Nebenpunkte fließt.
Angebot strukturieren
Preis, Zahlungsmechanik, Übergabe, Verkäufer-Support und Bedingungen im Angebot/LOI klar trennen.
Übernahme planen
Für Code, Accounts, APIs, Domains, Automationen, Supportprozesse und Produktdokumentation bereits vor Closing Verantwortliche, Reihenfolge und Recovery-Zugänge festlegen.
Umsatz, Kosten und Ergebnis über mehrere Perioden abgleichen.
Traffic, Nutzer, Leads oder Kundenquellen nachvollziehen.
Rechte an Domain, Code, Content, Marke und Daten dokumentieren.
Zeitaufwand, Team, Dienstleister und Gründerabhängigkeit verstehen.
Accounts, Verträge, Zugänge und Übergabe praktisch vorbereiten.
Konzentrationen, Plattformabhängigkeiten und offene Punkte sichtbar machen.
Die Zahlen müssen definierbar und wiederholbar sein.
Für dieses Geschäftsmodell sind insbesondere MRR, Nutzerzahl, Churn, Supportaufwand, Marge und Automatisierungsgrad relevant. Entscheidend ist die Entwicklung über Zeit: Ein einzelner starker Monat kann Wachstum, Saison oder einmalige Effekte widerspiegeln. Käufer sollten Definition, Quelle und Zeitraum jeder wesentlichen Kennzahl kennen.
- Mindestens 12 Monate Historie, bei Saisonalität möglichst 24 Monate.
- Einmalige Kosten oder Add-backs separat und nachvollziehbar begründen.
- Umsatzqualität, Marge und Betreiberaufwand gemeinsam betrachten.
- Abhängigkeit von einzelnen Kunden, Plattformen, Lieferanten oder Trafficquellen messen.
Gute Deals verstecken Risiken nicht.
Bei Micro-SaaS sind besonders starke Gründerabhängigkeit, einzelne Integrationen, kleine Kundenzahl und technische Single Points of Failure zu prüfen. Ein transparent dokumentiertes Risiko kann kalkulierbar sein; ein unbekanntes Risiko ist meist problematischer.
OWP VERIFY trennt geprüfte Angaben, offene Punkte und Klärungsbedarf. Das stellt keine Garantie, Renditeprognose oder Rechts-/Steuerberatung dar.
Der Wert zählt nur, wenn er tatsächlich übertragen werden kann.
Der Transfer sollte insbesondere Code, Accounts, APIs, Domains, Automationen, Supportprozesse und Produktdokumentation abdecken. Bereits vor Vertragsabschluss sollte feststehen, welche Zugänge übertragbar sind, welche Zustimmung Dritter benötigt wird und welche Übergangsleistungen der Verkäufer erbringt.
Häufige Fragen
Wie lange sollte eine Prüfung dauern?
Das hängt von Größe, Datenqualität und Komplexität ab. Entscheidend ist nicht eine feste Tageszahl, sondern dass wesentliche Annahmen mit geeigneten Unterlagen geprüft und offene Punkte vor dem Closing dokumentiert werden.
Wie wird ein realistischer Marktpreis ermittelt?
Ertragskraft, Wachstum, Datenqualität, Abhängigkeiten, Betreiberaufwand, Transferfähigkeit und aktuelle Nachfrage sollten gemeinsam betrachtet werden. Ein Umsatz- oder Gewinnmultiple ohne Kontext reicht nicht.
Was bringt OWP VERIFY?
OWP VERIFY dokumentiert den internen Prüfstand einzelner Angaben. Käufer sollten trotzdem eine eigene wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche und technische Prüfung durchführen.